Ich bin verantwortlich für das was ich sage…

… und nicht für das was du verstehst!

Ein jeder Mensch geht seinen eigenen Weg. Jeder Mensch macht seine eigenen Erfahrungen, hat seine eigene Lernaufgabe (oder mehrere) mit in diese Inkarnation gebracht und ein jeder Mensch wird bereits von Klein auf geprägt: durch seine Familie, sein Umfeld, dem Kollektiv.

Was nun jeder daraus macht, was ein jeder für sich annimmt, übernimmt oder ungefragt als „die Wahrheit“ erachtet, das bleibt jedem selbst überlassen, denn schließlich haben wir alle etwas gemeinsam: den eigenen freien Willen! Das ist auch gut so!

Leider wissen viele nicht, das sie jederzeit eine Wahl haben! Sie meinen, das stimmt nicht? Doch, das ist so! Ich kann mich in jeder Situation entscheiden – bewusst entscheiden – ob ich mich in das vermeintliche Schicksal füge und jammere, oder ob ich es annehme und etwas verändere – wenn mir etwas nicht (mehr) gut tut.

So hat also auch ein jeder Mensch ein eigenes empfinden, eben durch die eigenen und/oder anerzogenen Muster, das eigene Gefühl, die eigene vorgefasste Meinung.

Nun kommen also 2 Menschen zusammen in einer Situation, die diese beiden zwar als die gleiche Situation erfahren wie der andere, aber nicht als dieselbe 😉 denn das, was die eine Person sagt, kommt wohl an das Ohr des anderen, doch kann diese andere Person zu 100% von sich behaupten: Ich weiß genau was du meinst, wie du fühlst, was du bezwecken willst? Nein – das ist meine Behauptung, denn durch die unterschiedlichen Erfahrungen, die ein jede Person für sich gemacht hat, durch die unterschiedlichen Wege, die sie gegangen sind, durch die eigenen Gefühle wird ein jeder seine eigene Interpretation und Sichtweise des gehörten haben.

Es kann natürlich – ich nenne es mal „Ahnungen“ geben, die in die Richtung gehen… man kann sich sicher bis zu einem gewissen Grad hineinfühlen,  jedoch er erlebt es wie gesagt auf die eigene Art und Weise. 🙂

Manchmal, in meinen Beratungen, frage ich meine Klienten: „Weiß er oder sie um deine Gefühle?“, dann kommt meistens die Standardantwort: „Ich denke schon!“….. denn durch Gesten, Blicke, Berührungen kann man sich natürlich auch mitteilen, in manchen Fällen reicht das auch, nur wenn es darum geht, dem anderen mitzuteilen, was in einem selbst vorgeht, wie ich empfinde und was ich fühle, da hakt es dann…. aus welchen Gründen auch immer….

Ist es die Angst vor Zurückweisung, die es uns Menschen im allgemeinen so schwer macht, DAS auszusprechen was uns bewegt? Die Angst vor Ent-täuschung? Mag gut sein….. gerade eine Ent-täuschung möchte doch niemand wirklich erleben…. aber was geschieht denn, wenn ich ent-täuscht werde? Ich bin einer Täuschung aufgesessen und zwar meiner eigenen! Denn ich habe erwartet, das der andere genau weiß, was ich denke, fühle, erwarte….. aber wenn ich das nie klar kommuniziere…. wie soll mein Gegenüber denn wissen, wie es in mir aussieht? Gar nicht! Es kann sicher eine Art Ahnung geben, wie schon geschrieben, aber wissen…. nein, das ist nur ein frommer Wunsch meinerseits….. und da kommt dann unweigerlich die Ent-täuschung ins Spiel…. denn ich habe etwas vorrausgesetzt, was nicht ist (das der andere genau weiß) und demzufolge hat der andere nicht so gehandelt, wie ich es mir wünschte, wie ich es erwartet hab, so, wie ich in der umgekehrten Situation ganz bestimmt gehandelt hätte….. nur vergessen wir Menschen oft, das „der andere“ ja nunmal ein eigenständiger Mensch ist, eben mit eigenen Erfahrungen, Mustern und Gefühlen und ein anderes er-leben hat, als ich in der gemeinsamen Situation 😉

Kompliziert? Nein, gar nicht!  Denn wenn ein jeder seinen eigenen Blickwinkel mal hinterfragt, sich ernsthaft Gedanken darum macht, wie der/die andere wohl die Situation er-lebt und er-fährt, so ziehe ich doch in Erwägung, das dieser Mensch eben anders reagiert und handeln kann/wird, eben so wie es für ihn/sie richtig ist und nicht so wie ich es gerne hätte 😉

Ich bin verantwortlich für das was ich sage… nicht für das was du verstehst!

Also selbst wenn ich etwas sage, dann heißt das noch lange nicht, das mein Gegenüber genau weiß was bzw. wie ich etwas meine. Eben aus den o.g. Gründen…..

Wenn ich klar für mich bin, klar in meinen Aussagen, so gebe ich meinem „Mitspieler“ zumindest die Chance, mich zu verstehen, etwas anzunehmen und möglicherweise etwas zu verändern….. nur wenn er oder sie mich missversteht, oder die Aussage „verdreht“ auffasst, so liegt das dann nicht mehr in meiner eigenen Verantwortung.

Es geht hier nicht um Recht haben oder darum sich gegenseitig die Verantwortung für etwas zuzuschieben, nein, sondern darum, das ich klar formuliere, was ich will, am Besten kurz und knackig, das ich selbst nicht lange um das eigentliche Thema drumherum rede, sondern das sage was ich tatsächlich will! Nur so kann eine Basis der gegenseitigen Kommunikation stattfinden und ein gegenseitiges „Miteinander“ 😉

Ich wünsche euch allen ein gutes gelingen dabei 😉

herzlichst Sabine

3 Kommentare zu “Ich bin verantwortlich für das was ich sage…

  1. Diese Sachen sind mir alle bewusst und bekannt. Ich kommuniziere schon lange , dass für mich klar ist wenn ich gefühlsmäsig verstanden werden will , spreche ich möglichst in der Sprache des Emfängers und gebrauche Beilspiele aus seinem Leben. Trotzdem bin ich so hilflos in meiner akuten Trennung , weil heute gesprochene Worte , morgen nichts mehr zählen . Mein Status in ihren Worten wechselte in 5min von mein toller Mann mein Held in das grösste Arschloch was sowieso an allem Schuld ist.
    Meine Wahrnehmung ist so krass es sich anhört: 2-3 Unterschiedliche Wahrnehmungen in ihrem sein die nicht bewusst miteinander sind. Sobald ein Termin mit einem Therapeuten oder ähnlichem näher rückt , folgen Explosionen und Dramen , die Hilfe Termine aushebeln.
    Ja und auch diese Aufgabe habe ich selbst gewählt , trotzdem drohe ich daran zu zerbrechen , weil 2 kleine Jungs mitten drin stehen.

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