Verwundet bin ich und aufgehoben

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Aus der Amazon.de-Redaktion
Spiritualität und ihr Instrument Meditation bedeuten immer auch Bereitschaft zur Selbstreflexion, zur Erkenntnis und zur Hingabe und Preisgabe. Dies ist auch der Weg, den Pierre Stutz für seine Erkenntnissuche gewählt hat und für die Art, wie er die sich für ihn ergebenden Konsequenzen lebt. Dabei sind die scheinbaren Gegensätze in unserem allzu menschlichen, oft paradoxen Verhalten die Kernelemente in seiner Meditationskonzeption und Erkenntnisfindung. So kann nur ein in sich ganzer Mensch werden, wer versteht loszulassen, freizugeben, auch zu verzichten, und nur wer Distanz hält, kann Nähe erfahren und schätzen, kann den anderen respektieren. Wer leidet, schöpft Kraft aus der Intensivierung seines Lebens.

Pierre Stutz geleitet seine Leser durch insgesamt zehn Kapitel, in denen er von sehr persönlichen Erfahrungen und Erkenntnissen berichtet, aber auch über zahlreiche historische Beispiele aus der christlichen Spiritualität. Er bietet Texte von religiösen Schriftstellern oder Mystikern dar, oft abgerundet durch seine Tagebuchaufzeichnungen in Versform. Platz für persönliche Notizen wurde jedoch auch jeweils im Anschluss an ein Kapitel gelassen. Der Kapitelaufbau ist identisch: Der thematischen Ausführung folgen die mystischen Vertiefungen und Anleitungen sowie die Meditationstexte.

Der Leser sollte eine wirkliche Bereitschaft zu Öffnung und Hingabe an die Erkenntnissuche nach der eigenen Unvollkommenheit mitbringen. Dies ist die Voraussetzung für den Respekt seinem erkannten Ich und der daraus entstehenden Freiheit gegenüber, um den Anfeindungen und Schwächen unseres Lebens zu begegnen. Auch eine Grundkenntnis von Meditation und Spiritualität sollte für die echte Beschäftigung vorhanden sein. Ansonsten aber ist das Buch jedem zu empfehlen, der mit sich hadert und neue Kraftquellen sucht. –Osseline Kind

Kurzbeschreibung
Wunder der Geborgenheit

Vielen spirituellen und therapeutischen Ratschlägen liegt ein letztendlich überforderndes Perfektionsideal zugrunde: noch ganzheitlicher, noch erleuchteter, noch versöhnter … sollen wir werden. Pierre Stutz sieht das anders: Wer menschlich bleibt, bleibt unvollkommen, macht Fehler, kennt Zerrissenheit und Verwundungen. Das ehrliche und persönliche Buch wendet sich an Suchende gerade in Umbruchs- und Krisenzeiten. Es befreit, zu sich selbst mit allen Macken und Kanten zu stehen. Es ermutigt mit vielen konkreten Impulsen authentisch zu bleiben – gerade angesichts dunkler und schwieriger Erfahrungen. Diese neue Spiritualität der Unvollkommenheit erschließt das Buch über große Gestalten der Mystik aus Vergangenheit und Gegenwart. Persönlich gehaltene Meditationstexte des Autors inspirieren Leserinnen und Leser, ihre eigenen Lebenserfahrungen auszusprechen. Die Reise zur eigenen Unvollkommenheit stößt auf ungeahnte Wunder der Geborgenheit und des wahren inneren Friedens.

Von Publik-Forum zum Buch des Monats Februar 2003 gewählt.

Über den Autor
Pierre Stutz, geb. 1953, ist Theologe und weit bekannter spiritueller Begleiter. Bestseller-Autor. Rege Kurs- und Vortragstätigkeit im ganzen deutschsprachigen Raum. Pierre Stutz lebt in Lausanne.

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